Slowakei auf dem Weg zur
E-Rechnung
Ab 2027 wird e-Invoicing in der Slowakei Pflicht. EDITEL ist zertifizierter „Digitálny poštár“.
Schritt in die digitale Steuerwelt
Die digitale Transformation des Rechnungswesens schreitet in Europa weiter voran. Mit der verpflichtenden elektronischen Rechnungsstellung für B2B-Transaktionen ab 1. Januar 2027 nimmt die Slowakei eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung steuerrelevanter Geschäftsprozesse ein.
Mit der Einführung der verpflichtenden E-Rechnung kommen auf Unternehmen in der Slowakei neue Anforderungen zu. Rechnungsdaten müssen künftig digital erfasst, verarbeitet und weitgehend automatisiert an die Finanzbehörden übermittelt werden. EDITEL hat dafür als erstes Unternehmen die erforderliche Zertifizierung der slowakischen Behörden erhalten.
Zertifiziert für das neue e-Invoicing-System
Die Zulassung als „Digitálny poštár“ („Digitaler Postbote“) bestätigt, dass die EDITEL-Infrastruktur die technischen, organisatorischen und sicherheitsrelevanten Vorgaben des slowakischen E-Invoicing-Systems erfüllt. Damit können Unternehmen Rechnungsdaten sicher, zuverlässig und rechtskonform verarbeiten und an die zuständigen Stellen weiterleiten.
„Mit dem neuen Modell schafft die Slowakei die Voraussetzungen für eine durchgängig digitale und transparente Rechnungsabwicklung. Unternehmen sollten die Zeit nutzen, um ihre Prozesse frühzeitig auf die neuen Anforderungen auszurichten“, erklärt Tomasz Kuciel, Leiter des e-Invoicing Competence Centers bei EDITEL.
Teil einer gesamteuropäischen Entwicklung
Die slowakischen Vorgaben sind Teil eines größeren europäischen Trends zur Digitalisierung des Mehrwertsteuersystems. Auch die ViDA-Initiative (VAT in the Digital Age) setzt auf elektronische Rechnungen und digitale Meldesysteme.
Für den Rechnungsaustausch nutzt die Slowakei das Peppol-Netzwerk, das einen standardisierten und sicheren Austausch elektronischer Geschäftsdokumente ermöglicht. Die technische Grundlage bildet dabei das sogenannte Peppol-5-Corner-Modell. Zertifizierte Dienstleister fungieren als Bindeglied zwischen Unternehmen und Behörden und stellen den regelkonformen Austausch von Rechnungs- und Steuerdaten sicher.
Die eigentliche Herausforderung liegt in den Prozessen
Für viele Unternehmen ist die Umstellung weit mehr als ein IT-Projekt. Gefragt ist eine nahtlose Integration der neuen Anforderungen in bestehende ERP-, Finanz- und Buchhaltungsprozesse.
„Die Einführung von e-Invoicing betrifft nicht nur die Rechnungsstellung selbst, sondern die gesamte Prozesslandschaft eines Unternehmens“, betont EDITEL-Geschäftsführer Gerd Marlovits.
„Wer frühzeitig die notwendigen Voraussetzungen schafft, erfüllt nicht nur kommende gesetzliche Vorgaben, sondern profitiert auch von höherer Automatisierung, besserer Datenqualität und effizienteren Abläufen.“
Einmal anbinden, flexibel nutzen
Für die neuen Anforderungen hat EDITEL ein internationales CTC-Gateway (Continuous Transaction Control) entwickelt. Es validiert, konvertiert und übermittelt Rechnungsdaten automatisiert an die jeweils zuständigen nationalen Plattformen und Behörden.
Der Vorteil: Eine einzige technische Schnittstelle reicht aus, um unterschiedliche nationale e-Invoicing- und Meldeverfahren abzubilden. Das reduziert den Integrationsaufwand und schafft zugleich eine zukunftssichere Basis.
Das Gateway ist vollständig in die bewährte eXite®-Plattform von EDITEL integriert. Tausende Unternehmen nutzen das Netzwerk bereits für den sicheren Austausch von EDI-Nachrichten und elektronischen Geschäftsdokumenten. Bestehende Verbindungen und Prozesse können daher weiter genutzt und Schritt für Schritt an neue regulatorische Vorgaben angepasst werden.
Was Unternehmen jetzt wissen sollten
Mit dem Start des slowakischen E-Rechnungssystems IS EFA (Informačný Systém Elektronickej Fakturácie) kommen auf umsatzsteuerpflichtige Unternehmen bei B2B-Geschäften in der Slowakei künftig unter anderem folgende Anforderungen zu:
- Rechnungen müssen in einem strukturierten elektronischen Format gemäß der europäischen Norm EN 16931 erstellt und ausgetauscht werden.
- Die Rechnungen werden als maschinenlesbare XML-Dokumente verarbeitet und können direkt von ERP- und Buchhaltungssystemen genutzt werden.
- Per E-Mail versandte PDF-Rechnungen erfüllen die gesetzlichen Anforderungen nicht.
- Steuerrelevante Rechnungsdaten müssen künftig elektronisch an die Behörden gemeldet werden.
- Der Austausch erfolgt über zertifizierte Dienstleister („Digitálni poštári“), die sowohl die sichere Zustellung als auch das erforderliche Reporting übernehmen.
- Unternehmen und steuerpflichtige Organisationen müssen in der Lage sein, elektronische Rechnungen über diese Infrastruktur zu empfangen.
Jetzt die Weichen für die Zukunft stellen
Die Einführung der verpflichtenden E-Rechnung markiert einen weiteren Schritt auf dem Weg zu vollständig digitalisierten Geschäfts- und Steuerprozessen in Europa. Unternehmen, die frühzeitig handeln, schaffen nicht nur regulatorische Sicherheit, sondern legen gleichzeitig den Grundstein für effizientere und stärker automatisierte Abläufe.
Mit seiner langjährigen Erfahrung im elektronischen Datenaustausch, seinem europaweiten Netzwerk und der erfolgreichen Zertifizierung in der Slowakei bietet EDITEL dafür die passende Grundlage.