Wer Transporte in ganz Europa organisiert, muss neben Waren auch große Mengen an Informationen und Dokumenten zuverlässig bewegen. Die LKW WALTER Internationale Transportorganisation AG mit Standorten in Wiener Neudorf und Kufstein organisiert europaweit Komplettladungstransporte auf der Straße sowie im Kombinierten Verkehr. Eine rasche und verlässliche Dokumentation der einzelnen Transporte spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Der herkömmliche CMR-Frachtbrief wird den Anforderungen weitgehend digitalisierter Transportabläufe jedoch zunehmend weniger gerecht. Die manuelle Bearbeitung, Weitergabe und Archivierung papierbasierter Dokumente beansprucht Zeit, führt zu Medienbrüchen und erhöht das Risiko von Fehlern. Für LKW WALTER stand deshalb fest: Es reicht nicht aus, den Frachtbrief lediglich in eine digitale Form zu überführen. Vielmehr sollte er vollständig in die vorhandenen Transportprozesse eingebunden werden. Das ermöglicht automatisierte, skalierbare Abläufe und einen rascheren Zugang zu wichtigen Informationen.
Die Lösung: eCMR nahtlos in bestehende Abläufe einbinden
Für die Umsetzung arbeitet LKW WALTER mit EDITEL zusammen und setzt auf den elektronischen Frachtbrief eCMR. Zum Einsatz kommt dabei FreightLogs, die EDITEL-Plattform für eCMR und weitere digitale Frachtdokumente. Mit dieser Lösung wird der elektronische Frachtbrief direkt in die bestehenden Transportabläufe von LKW WALTER integriert.
Ausgangspunkt ist das Transport Management System (TMS) von LKW WALTER. Sobald für einen Transport ein eCMR vorgesehen ist, übernimmt das TMS automatisch dessen Erstellung und Verteilung. Benötigte Unterschriften lassen sich elektronisch einholen, beispielsweise über Sign-on-glass oder eSeal. Ergänzende Dokumente können ebenfalls hochgeladen und bei Bedarf durch den Fahrer bestätigt werden.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der anschließenden Nutzung der erfassten Informationen. FreightLogs meldet relevante Ereignisse während des Transports an das TMS zurück. Dazu zählen beispielsweise abgeschlossene Be- und Entladevorgänge, Schäden oder festgestellte Fehlmengen. Darüber hinaus können Informationen bei den jeweiligen Ereignissen innerhalb der Prozesskette bereitgestellt und weitergegeben werden.
Auf diese Weise wird der eCMR mit zusätzlichen Geschäftsprozessen verbunden. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten zur Automatisierung, die weit über die digitale Abwicklung des Frachtbriefs hinausreichen. Beispiele sind die Erstellung von Zolldokumenten oder die Abrechnung mit Transportpartnern. Manuelle Tätigkeiten lassen sich somit weitgehend auf jene Schritte beschränken, die gesetzlich vorgeschrieben sind oder vom Kunden ausdrücklich verlangt werden.


